BRAU- und MESSTECHNIK

Brausystem, eingesetzte Messverfahren und weitere Techniken im Überblick

 
          
    

Inhaltsverzeichnis

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bedeutet höchst empfehlenswertes Gerät

Stand 12.09.2019

                                                  

 

Übersicht Brau- und Messtechnik    Wozu?       zum entsprechenden Geräteschrieb   oooo

                                                                                                                                                                            

  1. Speidels Braumeister 20 L   Brausystem   oooo

  2. Temperaturmessung   unentbehrliche Messgrösse   oooo

  3. pH-Messungen (Säuregrad)   pH beeinflusst Enzyme   oooo

  4. iDip Water Testing   Bier = 95% Wasser  Wasseranalytik   oooo

  5. Leitfähigkeitsmessung   wichtiger Brauwasser-Summenparameter   oooo

  6. Refraktometer   Zuckergehaltsbestimmung   oooo

  7. Bierspindel-Dichtemessungen   Zucker-/Extraktgehaltbestimmung   oooo

  8. eDrometer   Zucker-/Extraktgehalt   oooo

  9. easyDens   Zucker-/Extraktgehalt   oooo

  10. Luftfeuchtigkeit   optimale Luftfeuchtigkeit fürs Malz   oooo

  11. Alkoholgehalt   Vol.-% bzw. ABV alc/vol   oooo

  12. Druckmessungen   CO2-Druck in Bierflaschen   oooo

  13. Digitalwaagen   0.1 g, 0.01 g genau abwägen   oooo

  14. elektrisches Messzubehör   Volt, Ampère   oooo

  15. BeerGun "Bierabfüllpistole"   Flaschen-Abfüllsystem   oooo

  16. Alles für die Hefeanzucht   Hefewachstum/Stammhaltung   oooo

  17. AK LowCost Fotometer   fotometrisch Hefewachstum verfolgen   oooo

  18. Brew Jacket   Temperaturregulation (Heizen/Kühlen) im Gärbehälter   oooo

  19. GÄRSPUNDmobil Speidel    Kontrolle Gärverlauf (CO2-Blasen, Temperatur)   oooo

  20. TILT Floating Hydrometer    Extraktgehalt + Temperatur im Gärtank   oooo

  21. Mikroskop, Tablet-Kamera   Mikroskopieren, Fotografieren, Auswertungen   oooo

  22. Oculyze-Hefemikroskop Hefezellzahlbestimmung + Viabilitätsbestimmung   oooo

  23. EXTECH exStik DO600   O2-Gehalt in Anstellwürze   oooo

  24. Multimessgerät  Leitfähigkeit/TDS, Temperatur, Redoxpotential, pH, Sauerstoff    oooo

  25. PLAATO Airlock  digitaler Gärspund - Kontrolle Gärverlauf (CO2-Blasen, Temperatur), Berechnung SG    oooo

1  Speidels Braumeister 20 L                  Brauen von A bis Z


Speidels Braumeister  wurde speziell für den Heimbrauer entwickelt. Die kompakten Masse und die einfache Handhabung machen den Braumeister ideal für den ambitionierteren Hausgebrauch. Die vollautomatische Steuerung braut mit voreingestellten oder individuellen Rezepten. In allen Brauphasen wird die Zeit und Temperatur exakt gehalten. Im Gegensatz zu anderen käuflichen Gerätschaften muss beim Braumeister auch nicht die ganze Zeit gerührt werden. Durch die patentierte Malzrohr-Technik wird die Bierwürze schonend und bequem umgewälzt. So brennt nichts an und es muss während den Brauphasen auch nicht umgefüllt werden. Gleich welche Biersorte, mit dem Braumeister können praktisch sämtliche Bierstile (z.B. Seidels Rezepte > MENU > Braurezepte) gebraut werden. Mit dem neuen WLAN-Modul "BRAUMEISTERmobil" kann der Brauprozess innerhalb des eigenen WLAN-Netzes über den WLAN-Router überwacht werden (Info).

 

Notwendiges Minimal-Zubehör zur Braumeister-Brauapparatur: 

 

Ergänzendes Zubehör:

 

 

 

 

Übersicht Brauablauf mit dem Braumeister:  
siehe Übersicht auch  hier
 
Der Brauablauf folgt (fast) den üblichen Phasen:
  • 1. Programmierung Braurezept: Temperaturen und                                        Zeiten werden eingegeben. Steuerung: vollautomatisch 
        (Temperatur, Zeit, Pumpe).
  • 2. Einmaischen im Malzrohr, welches das Malz in einem                                        Rohr mit 2 Grobsiebblechen und 2 Feinsieben umspült
        "gefangen" hält.
  • 3. Maischen und Brauen in 4-5 Phasen (je nach Braurezept)                                       1. 1-2 Eiweissrasten: 55 °C, ca. 5 min,                                                                          2. Maltoserast: 63 °C, ca. 30 min,                                                                                  3. erste Verzuckerungsrast: 72 °C, ca. 20 min,                                                            4. zweite Verzuckerungsrast: 78 °C, ca. 10 min.                  
  • 4. Läutern durch Anheben des inneren Malzrohres mit                                   dem Malztreber.
  • 5. Nach Entfernung des Malzrohres erfolgt das Hopfenkochen.
  • 6. Kühlen mit dem nachträglich eingesetzten Würzekühler.
 
Nach dem sterilen Transfer über ein Milchsieb in einen Gärbehälter
(Fermenter) erfolgt die Belüftung und Beimpfung mit Hefen. Nach der Primärgärung erfolgt die Sekundärgärung (Nachgärung) entweder im
gleichen Gärbehälter oder bereits abgefüllt in den Flaschen, wo auch
die Reifung bei geeigneter Temperatur im Kühlschrank erfolgt.
 
Detaillierte Abfolgen des Brauvorganges sind in der Seidel Braumeister
Betriebs-/Brauanleitung (> Betriebsanleitung Braumeister 20 L) dargestellt.
Eine detailliertere Beschreibung des Brauprozesses findet sich unter "MUG-Brauprozesse & Biere > Brauprozesse
Info Braumeister     Video       Video     Braumeister Videos

Das WLAN-Modul BRAUMEISTERmobil benötigt die neue Braumeister-

steuerung sowie ein Tablet (Info).

 
 
 
2  Temperaturmessungen          unentbehrliche Messgrössen


Temperaturmessungen sind in vielen Phasen der gesamten Brau- und Gärprozesse unentbehrlich, z.B. Einmaischen, Maischen, Sud sowie die Gär- und Lagertemperaturen. Für Messungen in heissen Flüssigkeiten (Sud, Wasser) oder bei evtl. Bruchgefahr nur quecksilberfreie Thermometer (rote Spezialfüllung) oder elektronische Thermometer einsetzen.

Der Braumeister hat eine integrierte Temperaturmessung mit Digitalanzeige für kontinuierliche Messungen.

 

Eingesetzte Thermometer:

  • Thermometer -20-100 °C, Genauigkeit 1.0 °C und 0.5 °C. Einsatzbereich: Hopfenkochen, Nachgüsse.

  • Thermometer 0-50 °C, Genauigkeit 0.25 °C Einsatzbereich: Hefezubereitung, Umgebungstemperaturen bei Gärprozessen, Kühlschranktemperaturen.

  • Thermometer 0-100 °C, Genauigkeit 0.25 °C Einsatzbereich: Eichthermometer, alle Einsatzbereiche ausser heisse Flüssigkeiten.

  • Elektronisches Thermometer: vinoferm Digitalthermometer -50 -  +300 °C, mit Alarm, Kabel 1 m lang. Einsatzbereich: Temperaturüberwachung im Braukessel und Gärtank. Info. Info.

  • Elektronisches Thermometer: Digital-Thermometer Conrad DT-150. Einsatzbereich: Umgebungstemperaturen bei Gärprozessen, Kühlschranktemperaturen. Kurzanleitung.

  • Infrarot-Thermometer Voltcraft IR 260-8S -30-°260 °C. Kurzbeschrieb   Kurzanleitung. Einsatzbereich: Oberflächentemperaturen Sudkessel Braumeister, Gärtanks, Kühlschrank.

  • Elektronische Thermometer: TFA Vision digitales Fensterthermometer. Einsatz bei kontinuierlicher Messung der Kühlschranktemperatur, Temperatur in Hefe-Brutschränken/-kammern. Kurzbeschrieb   Kurzanleitung.

3  pH-Messungen (Säuregrad/-wert) pH beeinflusst Enzyme


Der pH-Wert (= Säuregrad) ist ein Fundamentalwert für alle Lebensprozesse: biochemische Reaktionen in Zellen, Geweben, Organen und ganzen Organismen laufen nur in bestimmten, relativ engen pH-Bereichen ab. Sie beeinflussen primär die Aktivitäten der Enzyme, dieser absolut unentbehrlichen "Stoffwechsel-katalysatoren" (Übersicht der beeinflussten Enzyme hier). Beim Brauen und Gärprozessen ist die Bestimmung des pH-Wertes in vielen Phasen notwendig: Brauwasser, Maische, Nährlösungen für Hefen und Milchsäurebakterien, Gärverlauf bei Spezialbieren (Sauerbiere z.B. Lambicbiere, Berliner Weisse). Beim Trinkwasser aus der Leitung bewegt sich der pH-Wert i.d.R. zwischen 7.0 bis 8.5. Die enzymatisch gesteuerte Umsetzung der Malzstärke in vergärbare Zucker ist im leicht sauren Milieu zwischen 5.4 - 6.5 am wirkungsvollsten (optimal um 5.4-5.6).

  • pH-Meter Hanna HI 208: KurzanleitungEichung Hanna HI 208 pH-Meter: Kurzvideo.   Das HI-208-pH-Meter ist ein robustes, einfach zu bedienendes pH-Meter für genaue Messungen. Es eignet sich im Einsatz an einem festen Messplatz. 

 

  • pH-Meter Jenco Vision Plus: Kurzbeschreibung. Kurzanleitung
    Das Jenco-pH-Meter ist ein sehr mobiler pH-Messstick für genaue Messungen direkt in einer Flüssigkeit. Er eignet sich ideal zur Bestimmung des Ausgangs-pH-Wertes direkt im Braugefäss und zur pH-Korrektur z.B. mit Milchsäure auf den gewünschten End-pH-Wert.

  • Hanna FC2142 HALO™ pH-Elektrode für Bier, Maische, Würze: HALO™ ist eine vom Konzept her interessante pH-Elektrode mit Bluetooth® Smart Technologie (Bluetooth® 4.0). Sie wird als eine hochwertige Glaselektrode mit robustem Titankorpus, Textildiaphragma und integriertem Temperatursensor angepriesen. Anwendungen für diese Elektroden liegen in der Direktmessunge von pH und Temperatur in Bier, Maische und Würze. Speziell für diesen Zweck ist sie auch mit einem Sensor aus Hochtemperaturglas ausgestattet, er verspricht eine verlängerte Lebensdauer, wenn bei erhöhten Temperaturen z.B. in Maische gemessen wird*. HALO™ überträgt die Messdaten entweder an die Hanna Lab App (Apple iTunes Store/ Google Play Store) auf einem Apple iPad, iPhone oder einem Android Gerät. (Info).

*: Die bisherigen Erfahrungen zeigen aber, dass trotz Werbung ("zuverlässige Direktmessungen des pH-Wertes und der Temperatur in Bier, Maische und Würze während des Brauprozesses zu ermöglichen und eine verlängerte** Lebensdauer der Elektrode zu sichern.") meine erste Elektrode nach nur 9 Suden mit Kurzmessungen in der Maische bei Temperaturen von 35 °C bis 65 °C bereits funktionsuntüchtig war!

Weder in den HANNA-Inseraten z.B. in der Hobbybrauer-Journal "BYO Brew Your Own", noch im Werbevideo (cf. ab 0:50, Video 2 bei 0:41, Messung in 172.8 °F =  78.2 °C) oder auf der Website noch in der mitgelieferten Kurzanleitung wird für den Nichtchemiker, also z.B. Hobbybrauer hingewiesen, dass ein Einsatz der Elektrode über 25 °C zu einer deutlich verkürzten Lebensdauer führt, nach Angaben von HANNA Schweiz bei ** 90-100 °C 1 Monat, bei 60 °C  ca. 6 Monate (im Vergleich zur "Normtemperatur" bei den meisten pH-Messungen bei 25 °C: 2-3 Jahre).

Im Moment wird nochmals eine neue pH-Sonde FC2142 getestet;  die Erfahrungen werden nach ca. 10 Suden berichtet, aber in Zukunft nur noch für Messungen ≤ 25 °C, d.h. in abgekühlter Maische- oder Würzelösung.

  • pH-Papierstreifen PEHANON:  Auch der klassische pH-Test mit Papierstreifen, aber aufgedruckter Farbskala (Farbvergleichsfelder) auf dem Teststreifen ist für rasche grobe pH-Bestimmungen einsetzbar. Durch simples kurzes Eintauchen direkt in die Flüssigkeit oder durch Auftropfen von relativ wenig Flüssigkeit kann der pH-Wert auf 0.5-pH-Einheiten genau bestimmt werden.                                                     Einsatzbereich: Verfolgung der pH-Wertabsenkung bei Sauerbieren. Vorteil wenig Verlust von kostbarem Bier, da nur wenige Tropfen zur pH-Bestimmung benötigt werden!  Info.

 

 

 

 

 
 
 
4  iDip Water Testing                              Bier ≈ 95% Wasser
    (Smart Brew Water Testing Kit)
 

Das Brauwasser mit i.d.R. über 90% - 95%-Anteil am Bier ist eine oft unterschätzte Komponente. Die chemische Zusammensetzung ist für den gesamten Prozess der Bierherstellung von grosser Bedeutung, aber insbesondere beim Maischen, da es die Funktion der Enzyme erheblich beeinflusst. Meist ist es nicht notwendig, aus dem eigenen Trinkwasser ein Brauwasser ("Guss") aufzubereiten. Aber folgende Anwendungen des Analysekits sind von Vorteil zur/zum

  1. erstmaligen Analyse des Brauwassers (sofern keine amtlichen Ergebnisse verfügbar sind wie z.B. hier)

  2. regelmässigen Analyse des Brauwassers zur Sicherstellung gleichbleibender Qualität bzw. des Ausschlusses einer (temporären) Wasserverunreinigung

  3. Design eines Brauwassers für einen spezifischen Bierstil.

 

Die folgenden physikalischen und chemischen Eigenschaften des Wassers beeinflussen die Bierherstellung:

  • pH-Wert. Bedeutung: siehe pH-Messungen oben.

  • Wasserhärte: Die Gesamthärte des Wassers setzt sich zusammen aus der Karbonathärte (KH) und der Nichtcarbonathärte (NKH): GH = KH + NKH. Die Gesamthärte wird in Deutschen Härtegraden °dH (Deutschland, Österreich) oder in französischen Härtegraden °fH (Schweiz) angegeben [1 °fH entspricht 10 mg/L Calciumkarbonat, 1 °fH = 0.56 °dH bzw.  1 °dH = 1.78 °fH]. Die hauptverantwortlichen Stoffe der Wasserhärte sind die Erdalkaliionen, primär  Ca2+ und Mg2+ (Umrechnung mg/L in °dH: Calcium mg/L : 7.15 [Bsp.: 47 mg/L : 7.15 = 6.57 °dH]; Magnesium mg/L : 4.34 [Bsp.: 3 mg/L : 4.34 = 0.69 °dH]). Die Karbonathärte ist die zur Menge der Hydrogencarbonationen HCO3- äquivalente Menge der Erdalkalikationen. Die Nichtcarbonathärte umfasst die nicht durch Hydrogencarbonat "abgefangene" Menge der Erdalkalikationen, die durch Chlorid Cl- und Sulfationen SO4 2- -Ionen neutralisiert werden (meist Ca-sulfat, Ca-chlorid, Mg-sulfat, Mg-chlorid). Bedeutung: der Carbonathärteanteil ist entscheidend, da die Hydrogencarbonationen als "Säurevernichter" zu einem höheren pH-Wert führen, was die enzymatischen Aktivitäten erschwert und auch zu einer kratzigen Bittere bei stärker gehopften Bieren führen kann. Für Bier ist neben der KH vor allem das Verhältnis zur NKH wichtig: als günstig für den Biergeschmack wird das KH : NKH-Verhältnis von 1 : 2.5 bezeichnet.

  • Säurekapazität: Der Messwert der Säurekapazität ist ein Mass für Pufferkapazität des Wassers gegenüber Säuren und damit verantwortlich für die pH-Wert-Stabilität. Die Säurekapazität des Wassers gibt an, wieviel Säure - in der Praxis 0,1 mol/l Salzsäure - durch eine definierte Wassermenge bis zum Einstellen von pH-Wert 4.3 verbraucht wird.  Massgeblich wird die Säurekapazität durch die im Wasser gelösten Hydrogenkarbonate von Calcium, Magnesium und Natrium bestimmt: HCO3- + H+ <--> CO2 + H2O, d.h. Konzentration von Hydrogenkarbonat [mmol/L) = Säurekapazität bis pH 4.3 [mmol/L]: cf. Formel 1.             Formel 1: Säurekapazität (bis pH 4.3) [mmol/L] = KH (Karbonathärte [°dH]) / 2.8.                                       Häufig wird die Karbonathärte als Säurekapazität angegeben. Bedeutung: cf. Wasserhärte.

  • Restalkalität:  Die Restalkalität wird rechnerisch ermittelt nach der Formel 2                                                      Formel 2:    Restalkalität RA [°dH] = Gesamtalkalität (= Karbonathärte KH) - ausgeglichene Alkalität =    KH - (Ca-Härte [°dH]/3.5+Mg-Härte  [°dH/7). Bsp.: RA = KH 6.2 °dH - (6.57 °dH Ca/3.5 + 0.69 °dH Mg/7) = 4.22.     Je nach Zusammensetzung und Konzentration der im Brauwasser gelösten Mineralionen kann die saure Reaktion des Malzes verringert oder verstärkt werden. Ist diese sog. Restalkalität positiv (d.h. + °dH-Werte), erhöht sich der Maische-pH-Wert; negative °dH-Werte senken den pH-Wert der Maische. Saure Werte, optimal um pH 5.4 beschleunigen die enzymatischen Prozesse des Stärkeabbaus. Für jeden Bierstil gelten unterschiedliche Anforderungen an die Restalkalität (z.B. Weizenbier 5-10 °dH, helles Lagerbier -2-0 °dH, Info).

  • Weitere Ionen wie Natrium Na+, Chlorid Cl-, Sulfat SO4 2-, Nitrat NO3-, Nitrit NO2-, Eisen Fe+2, Kupfer Cu+2 sollten innerhalb bestimmter Konzentrationsbereiche liegen (bzw. Grenzwerte nicht überschreiten) z.B. Chlorid 0-150 mg/L (250 mg/L), Sulfat 0-250 mg/L (250 mg/L).

 

Wasserversorger in der Schweiz müssen ihre Wasserkonsumenten jährlich über die Wasserqualität informieren: damit ergibt sich die einfachste Möglichkeit, eine Wasseranalyse zu bekommen (allgemein "Trinkwasser CH",   konkretes Bsp. Fontnas/Gretschins [Gemeinde Wartau SG]).

Ein sehr guter Einblick in die Wasseranalytik und die Auswirkungen einzelner Ionen im Brauwasser auf das Bierbrauen findet sich im brau!magazin-Artikel (Frühjahr 2015, mit wertvollen tabellarischen Zusammenstellungen von empfohlenen Konzentrationsbereichen einzelner Ionen, Zielwerten und anderem) sowie im Artikel "Brauwasser: Grundlagen und Aufbereitung) hier. Sehr empfehlenswert auch die Bücher von Brücklmeier, J. (2018): Bier Brauen (Info); auch: Hanghofer, H. (2012): Gutes Bier selbst brauen, und Hagen, R. (2008): Heimbrauen für Fortgeschrittene (cf. Literaturverzeichnis > Braukunst). Das Top-Wasserbuch für den Brauer ist allerdings Palmer, J., Kaminski, C.: Water. A comprehensive Guide for Brewers. bp brewers publicatioons, Boulder CO (2013) (cf. hier).

 

Messtechnik: Das exact iDip-Testsystem setzt sich aus 4 Komponenten zusammen: 1. Photometer, 2. Stäbchen mit den Micro-Reagenzien, 3. exact iDip-app, 4. smart Phone oder iPad. Das Herzstück des vorliegenden Wasseranalyse-Systems ist das eXact iDip® Smart Photometer System®. Das Fotometer. das zusammen mit den Teststäbchen, welche die zur Bestimmung der erfassten chemischen Parameter notwendigen Chemikalien zum kolorimetrischen Nachweis in die Wasserprobenkammer freisetzen, zeigt die Konzentration direkt im Digitaldisplay und im entsprechenden app auf dem iPad bzw. Smartphone an.

Folgende Parameter können mit dem "Brew Kit" gemessen und gerechnet werden: pH (siehe pH-Meter Jenco Vision); Total Hardness [60-600 ppm] (= Gesamthärte); Calcium Hardness as CaCO3 [19-550 ppm] (= Karbonathärte, Calciumhärte); Total Alkalinity TA [11-200 ppm] (= Säurekapazität, Säurebindungsvermögen); Chloride as NaCl [6-600 ppm] (= Chlorid Cl-); Sulfate as SO4-2 [1-270 ppm] (= Sulfat SO4-2) sowie rechnerisch Magnesiumhärte, Natrium und Restalkalität. Über 35 weitere Tests können mit den entsprechenden Testreagenzien durchgeführt werden (Info).

 

                                                              Manual

 

Informationsquellen:  Video 1     Video 2   Flyer exact iDip    Brauwasser: Eigenschaften und Aufbereitung   


 

 
 
 
5  Leitfähigkeitsmessung wichtiger Brauwasser-Summenparameter
 

Die elektrische Leitfähigkeit des Wassers und des Biers interessiert den Brauer selten direkt.  Bei der Wasseranalytik ist aber die Leitfähigkeit ein ausgezeichneter Summenparameter, da sich daraus auf die Wasserhärte als auch auf eine eventuelle Verschmutzung des Wassers einfach und rasch schliessen lässt. Meerwasser leitet Strom ausgezeichnet, während chemisch gereinigtes Wasser nahezu isoliert. Warum ist das so?

 

Destilliertes oder "ultrareines Wasser" leitet nicht oder nur sehr gering. Der Grund lässt sich im Wassermolekül selbst finden. Dieses leitet den Strom nämlich nicht selbst, sondern erst, wenn gelöste elektrisch geladene Teilchen, sog. Ionen wie Na+ oder Ca2+ (Ca++) nachweisbar sind. Fehlen diese  kann der elektrische Strom durch keine Flüssigkeit geleitet werden. Auch Getränke wie Milch, Bier und Wein leiten den Strom und das bis zu 15fach besser als das durchschnittliche Leitungswasser. Die geringe Leitfähigkeit des Leitungswassers spricht also einerseits für die hohe Qualität. Eine hohe Leitfähigkeit deutet auch auf hartes Wasser hin, wird das doch primär durch einen hohen Karbonatgehalt (Karbonathärte), umgangssprachlich Kalk CaCO3 <--> Ca++ (Ca 2+)  +  CO3-- (CO3 2-) verursacht. Ist viel Hydrogenkarbonat HCO3- im Wasser enthalten, nimmt es die typisch weisse Färbung an. 

Als Nichtkarbonat-Härte bezeichnet man die Verunreinigung durch alle übrigen Mineralien. Kalzium Ca 2+ und Magnesium Mg 2+ bilden die Haupt"verunreinigung", gefolgt von Chloriden Cl-, Nitraten NO3- und Sulfaten SO4--. Diese Stoffe sind bis zu einem gewissen Grad für den Menschen notwendig und damit gesund. Aber auch organische Keime und Ablagerungen von Erde und Dreck tragen zur Verunreinigung bei. 

 

Die Leitfähigkeit des Wassers sagt mit guter Annäherung auch etwas über die Wasserhärte aus. Das Messergebnis der Leitfähigkeit des Wassers durch 10 dividiert ergibt den deutschen Härtegrad, dividiert durch 20 den französischen. Wasser mit einem Wert von 0-140  µS/cm gilt als weich, während man bei einem Wert von über 840  µS/cm von sehr hartem Wasser spricht.

 Der TDS-Gehalt im Wasser (total dissolved solids, [ppm] oder [mg/L]) wird durch die üblichen Leitfähigkeits-messgeräte über den gemessenen Leitfähigkeitsmesswert in µS/cm umgerechnet. Mehr TDS-Info.

 

Messeinheiten: Die elektrische Leitfähigkeit des Wassers lässt sich in Siemens pro Zentimeter messen. Die gängigsten Grössen sind dabei Mikrosiemens (µS/cm) und Millisiemens (mS/cm; 1 mS/cm = 1'000 µS/cm).

Typische Messwerte: destilliertes Wasser < 1 µS/cm, Regenwasser 5-30  µS/cm, Quellwasser 80-130 µS/cm, Leitungswasser Fontnas 261 µS/cm; Trinkwasser allg. < 500 µS/cm, wässrige Kochsalzlösung 700 mg NaCl/1 L 1'000 µS/cm, Bäche/Flüsse < 1'000 µS/cm, industrielles Abwasser 5 mS/cm = 5'000 µS/cm, Meerwasser  45-56 mS/cm = 45'000-56'000 µS/cm.

 

Informationsquellen: Wasserlexikon   Wikihow

 

 

 

 

 

6  Refraktometer                      Zuckergehaltsbestimmung


Überblick

Mit Refraktometern können anhand des Winkels der Lichtbrechung die Eigenschaften von Flüssigkeiten bestimmt werden. Refraktometer bei Gärprozessen werden zur  Bestimmung des Zuckergehalts von fliessfähigen Medien wie Traubensaft oder Bierwürze eingesetzt. Als Messwerte werden in Doppelanzeige Zuckergehalt in Grad Brix (umrechenbar in Plato) und Temperatur angezeigt.

Messprinzip und Messgeräte: Video.

 

Grad Brix (°Bx)
Die Einheit Grad Brix (Symbol: °Bx) wird zum Bestimmen des Massenverhältnisses von Zucker und Wasser verwendet, wenn eine bestimmte Menge Zucker in der Lösung enthalten ist. Gemessen wird entweder mit einem Saccharimeter, das die Dichte der Flüssigkeit bestimmt, oder einfach mit einem Refraktometer. 25 °Bx bedeuten beispielsweise: 100 g Lösung enthalten 25 g Zucker. Mit anderen Worten: In 100 g Zuckerlösung sind 25 g Zucker und 75 g Wasser enthalten.

 

Verwendung

Die Brix-Skala wird in der Lebensmittelindustrie zum Messen des ungefähren Zuckergehalts von Obst, Gemüse und Wein, von Säften und anderen alkoholfreien Getränken sowie in der Zuckerindustrie verwendet. In den einzelnen Ländern kommen in unterschiedlichen Industriezweigen verschiedene der oben genannten Skalen zum Einsatz: Im Brauereiwesen in Grossbritannien wird die relative Dichte x 1000 gemessen, europäische Brauereien verwenden Grad Plato und die amerikanische Industrie benutzt eine Kombination aus spezifischem Gewicht, Grad Brix, Grad Baumé und Grad Plato.

Einsatz beim Brauen: Kontrolle der Bierwürze während des Sudes, Ausspülen des Trebers (Nachguss beim Ausschwänzen = Auswaschen des Restzuckers aus dem Treber). 

 

 

 

 

 

Weitere Informationsquellen:  Refraktometerrechner   Refractometer calculator   Test+Kritik       .

 

 

 

 

 

 

7  Bierspindel-Dichtemessung Zucker-/Extraktgehaltsbestimmung 

(Aräometer, Bierspindel, Senkspindel, Bierwürzespindel, Saccharometer, Hydrometer)

 

Mit der Bierspindel werden die aus dem Malz gelösten Extraktteile - grösstenteils vergärbare und wenig nicht vergärbaren Zuckerarten und andere Stoffe - prozentual gemessen (= Verhältnis gelöster Stoffe zu Wasser). Diese klassische Methode arbeitet nach dem Verdrängungsprinzip. 12% oder Grad Stammwürze bedeutet also, dass 12 Teilen gelöster Stoffe 88 Teile Wasser gegenüberstehen. Die Angabe in "Prozent Extraktgehalt" wird auch als "Grad Plato (°Plato oder °P) bezeichnet.

 

Dieser Extraktgehalt wird während ganz verschiedenen Phasen des Brauens gemessen (Würze, Jungbier).

In der angloamerikanischen  Brauliteratur werden häufig die Begriffe SG, OG und FG  verwendet: specific gravity (SG, Sammelbegriff), original gravity (OG, Stammwürze: Anfangswert Primär- oder Hauptgärung im Gärtank [= Hauptgärbehälter]) und final gravity (FG, am Ende der Gärung, beim Zeitpunkt zum Abfüllen in Flaschen [Endvergärungspunkt: Restextrakt]). SG ist das Verhältnis des Würzegewichts zum gleichen Volumen Wasser: die 12%- oder 12 °P-Würze hat somit ein SG von 1.048, häufig als 1048 angegeben.

 

Formeln:                                                                                                                                                                               

Extraktgehalt [%] = (SG - 1000)/4                                                                                                                                      

SG = Extraktgehalt [%] x 4 + 1000.                                                                                                                                    

Alkoholgehalt [%vol, ABV*] =  Stammwürze (%) - Restextrakt (%)/2 = (OG - FG)/2                                                    

*ABV (engl.): alcohol by volume

 

Umrechnungen: Tabelle   SG/Brix/Plato-Conversion   Refractometer Spreadsheet  > Refractometer Alcohol Correction Spreadsheet - MoreBeer   ABV-Calculator  .

 

Die korrekte Anwendung der Bierspindel ist wichtig: es können Temperaturfehler, Meniskusfehler, Fertigungstoleranzfehler und Alkoholfehler (--> scheinbarer Extraktgehalt in gärender oder bereits vergorener Würze) das Resultat beeinflussen. Eine genauere Beschreibung findet sich im Buch Lehrl, R., Bier brauen. Handbuch für den Heimbrauer, Eugen Ulmer KG, Stuttgart, 2. Aufl. (2008), S. 68-72.

Eine einfache Messanleitung findet sich hier   Video (engl.)   .

 

Der grosse Nachteil der Messungen mit Bierspindeln sind 1. die Kontaminationsgefahr bei der Probeentnahme (Messzylinder und Bierspindel müssten entkeimt werden) und 2. die rel. grosse Probemenge, die jeweils zur Bestimmung entnommen werden muss (Grössenordnung: ca. 100 mL). Eine kontinuierliche Messung der Zuckerabnahme bei der Gärung schmerzt den Hobbybierbrauer, da zuviel Jungbier verloren geht. Elegante Alternativen sind deshalb 1. Messung mit dem oben beschriebenen Refraktometer, 2. Messung mit dem eDrometer (USA) oder probeschonend und sehr genau mit dem EasyDens-Gerät (EU), 3. kontinuierliche Messungen im Gärtank mit dem TILT-Hydrometer.

 

 

 

 

8  eDrometer                                 Zucker-/Extraktgehalt

    (elektronisches Hydrometer)

Das eDrometer (Info) ist ein in den USA produziertes elektronisches

Hydrometer zur Bestimmung von  SG, Dichte [g/cm3], ºPlato, ºBaume, ºBrix, g Zucker/L,

PA (möglicher Alkoholgehalt), %vol (ABV) und Temperatur.  Das Messprinzip wird vom

Hersteller STM nicht angegeben; wahrscheinlich kommt aber das sog. Biegeschwinger-

prinzip zur Anwendung (cf. hier und hier). Eine Messung kann mit 30 mL Flüssigkeit 

(Bierwürze, entgastes Jungbier) durchgeführt werden und ist innerhalb kurzer Zeit

machbar. Die Messgenauigkeit beträgt: SG (specific gravity)  0.0015,  T 0.1 °C. Ein Eichung 

erfolgt vor einer Messserie mit entionisiertem bzw. dest. Wasser,  ebenso die anschlies-

sende Reinigung.

 

Der Vorteile zur Bierspindeltechnik sind evident: wenig Bierverlust, rasche und genaue

Messung, auch zur Verfolgung der verschiedenen Gärphasen interessant.   
 

Info zum eDrometer: Fermentedly challenged     Video    

STM eDrometer accuracy    eDrometer-Manual     

Hinweis: Die STM-Website existiert nicht mehr - es scheint, dass der STM-eDrometer nicht mehr

produziert wird. Alternativen: Info. Besonders empfehlenswert: cf. 9 easyDens, 20 TILT Hydrometer.

 
 
 
 
9  EasyDens                                 Zucker-/Extraktgehalt
     (Dichte- und Extraktmessgerät, Hydrometer)


Der renommierte Hersteller von Dichtmessgeräten Anton Paar (Österreich) hat für Heimbrauer ein ideales Dichtemessgerät entwickelt, das

  • den Extraktgehalt der Bierwürze und anderer Flüssigkeiten bestimmt

  • den Gärungsprozess durch tägliche Messungen des scheinbaren Extrakts überprüfbar und verfolgbar macht --> Gärverlauf

  • dem Entscheidungsprozess "wann abfüllen?" die notwendige Informationsgrundlage gibt.


Das Anton Paar EasyDens Dichtemessgerät beruht auf dem Biegeschwinger-Messprinzip (cf. hier, hier und hier) Die einfache, schnelle und zuverlässige Messung erfordert ein Probevolumen von nur 2 mL  (!!). Zusammen mit dem app für EasyDens werden die Ergebnisse anschaulich auf dem Smartphone bzw. iPad  angezeigt. 

Messwerte: in Temperatur-korrigiertem Gewichtsprozent Extrakte [%w/w (= %mas) bzw.  Grad °Plato (für unvergorene Stammwürze)], Dichte [g/cm3, 0.000] oder [kg/m3, 000] sowie Relative bzw. Spezifische Dichte [SG, 0.000], Temp. °C/°F.

Das EasyDens-Messgerät liefert sehr zuverlässige Messwerte ohne Aufbereitung der untersuchten Flüssigproben (cf. hier). Genauigkeit: 0.3 °Plato, 0.1 °C, Messbereich bis 40 °Plato. 

 

Info zum EasyDens:  ausführlicher Testbericht     allgemeine Informationen   EasyDens App    Video 

Broschüre

 

 

 

 

10  Luftfeuchtigkeit    optimale Luftfeuchtigkeit Malzlagerung


Im Braukeller/ Gärlabor ist manchmal die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Werden ebenfalls dort Braurohstoffe wie Malze gelagert, ist die Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit wichtig. Feuchtigkeit ist der Malzqualität und der Haltbarkeit sehr abträglich: je geringer die Luftfeuchtigkeit, desto besser die Lagerung (optimal < 5% rel. Luftfeuchtigkeit). In den Malzsäcken z.B. der Fa. Weyermann (reissfeste PP-Einwegsäcke mit wasserdichtem PE-Inlet) für Malze und in luftdicht verschliessbaren Hobbock-Eimern für Malzextrakte ist eine gute Lagerfähigkeit gesichert.

 

 

 

 

Info zur Luftfeuchtigkeit:   Luftfeuchtigkeitswissen       Getreidelagerung   

 

 

 

11  Alkoholbestimmung                  Vol.-% bzw. ABV alc/vol


Der Alkoholgehalt bzw. Ethanolgehalt C2H5OH wie auch das Kohlenstoffdioxid bzw. die Kohlensäure CO2 entstehen durch die Vergärung des Malzzuckers, also durch den vergärbaren Extraktanteil der Stammwürze mittels der eingesetzten Bierhefe. Der Alkoholgehalt eines Getränks wird in Volumenprozent (Vol.-%) angegeben (USA: ABV alcohol by volume). Die Masseinheit Vol.-% gibt den Anteil eines Stoffes an einem Gemisch bezogen auf das Volumen an: ein Vol.-% = in 100 Volumenteilen Lösung enthaltene Volumen des gelösten Stoffes Ethanol (= trinkfähiger Alkohol). Die Werte sind für verschiedene alkoholische Getränke unterschiedlich hoch: Bier hat ungefähr 5 Vol.-% Alkohol, Wein etwa 14 Vol.-% und Schnäpse um die 40 Vol.-%.

 

Die theoretische Alkoholbestimmung ist nicht so genau und kann wie folgt abgeschätzt werden:

Stammwürzegehalt [°P] = 12.0% -  nicht vergärbarer Anteil (Annahme: 25%) / 2 = 12.0-3.0/2 = 4.5 Vol.-%.

Wesentlich genauer ist natürlich eine praktische Alkoholbestimmung mit Bierspindeln:

Stammwürzegehalt (Bierspindelwert) 12.8% - nicht vergärbarer Anteil (Schnellvergärungsprobe, gespindelt am Endvergärungspunkt) 3.4% / 2 = 12.8 - 3.4 / 2 = ca. 4.7 Vol.-%.

 

Die genaueste Methode ist die Bestimmung des Alkoholgehaltes mittels Destillation. Der Vinoquant 3 der Fa. Leo Kübler eignet sich zur einfachen und schnellen Alkoholbestimmung (Ethanol) in Wein, Likör, gezuckerten Destillaten, Bier, Most, Schaumwein, Honigmet u.a. Zur Messung werden ja nach Alkoholgehalt der Probe genaue Alkoholometer (Aräometer) der Kl. III  benötigt. 

 

 

 

 

 

12  Druckmessungen                 CO2-Druck in Bierflaschen


Der Gärprozess der alkoholischen Gärung (Ethanolgärung) liefert gemäss der Summengleichung

C6H12O6  Glukose (Traubenzucker) +  Hefeenzyme --> 2 C2H5OH Ethanol  +  2 CO2 Kohlenstoffdioxid, also 

Alhokol und Kohlenstoffdioxid bzw. Kohlensäure CO2, ein Gas.

Bei der 1-2-Wochen dauernden Hauptgärung in einem grösseren Gärtank z.B. aus Polyethyelen (HDPE, z.B. hier) entweicht das entstehende  CO2 "unkontrolliert" über eine Gärglocke (Bsp. Speidel Gärspund: Video).

 

Das Problem beim Vergärungsprozess ist, das die von der Hefe gebildete Kohlenstoffdioxid bei der Hauptgärung unkontrolliert entweicht. Daher muss in der darauf folgenden 2. Gärung, der Nachgärung in der Flasche noch einmal Kohlenstoffdioxid (bzw. gelöstes CO2 = Kohlensäure)  produziert und im Jungbier gebunden werden. Daher wird der Gärprozess zum Zeitpunkt des Abfüllens in die Flasche noch einmal aktiviert, durch Zugabe der sog. Speise (= unvergärte Würze, die man nach dem Hopfenkochen und vor der Hauptgärung entnommen hat) und/oder durch Zuckerzugabe, z.B. 3 g Haushaltzucker/500 mL. 

Durch die zugefügte Menge an Zucker oder Speise wird festgelegt, wie viel Kohlenstoffdioxid später im Bier sein wird. Dies wird durch den Bierstil festgelegt (Info).  Mit zu wenig Speise/Zucker wird das Bier schal und mit zu viel vergärbaren Zuckern läuft man Gefahr, dass die Flasche dem Druck nicht Stand hält und explodiert. Korrektes Karbonisieren (Aufkarbonisieren, Nachwürzen) ist also entscheidend!

 

Daher empfiehlt sich zur Druckkontrolle bei der Nachgärung: 

  1. Einsatz von Bügelflaschen: Druckkontrolle durch periodisches schnelles Öffnen und Wiederverschliessen des Bügelverschlusses --> ein sanftes "Plopp" bedeutet einen korrekten Abfüllzeitpunkt, ein lauter "Knall" mit evtl. sogar Schaumaustritt könnte zu einem Überdruck in der Flasche führen, sofern man nicht durch Öffnen entgast und damit den Überdruck abbaut.

  2. Einsatz eines Druckprüfers. Mit einem Druckprüfer kann sowohl der Gärverlauf wie auch der Innendruck als Druckentwicklung verfolgt werden. Damit kann auch mit dem Kronkorkenverschluss sicher gearbeitet werden.

 

Messtechnik:

  • einfaches Druckprüfgerät auf Spezialbügelflasche (siehe z.B. hier).

  • Flaschendruckprüfer Typ 12100 Barby + Kühner (für geöffnete Kronenkorkflaschen, 0-6 bar, Teilung 0.1 bar), Barby + Kühner, Untersiemau:  Kurzbeschrieb   

  • Digitalmanometer tecsis DC 400, Tecsis, Offenbach am Main: Kurzbeschrieb     Manual

 

 

 

13  Digitalwaage                                     2100 g x 0.1 g


Ob Zugabe von Malzextrakten, Hopfengaben oder Zusatzstoffe wie Zucker (für die Karbonisierung) oder Gewürze, immer braucht es eine Waage, auf der man bis 0.1 g genau (Gewürzgaben) abwägen kann. Auch zum Herstellen von Nährmedien für die Hefezucht ist eine genaue Waage unentbehrlich. Es gibt heute eine Vielzahl günstiger Waagen für den Hobbybrauer, z.B. hier.

 

 

 

Digital Scale                                           50 g x 0.001 g


Eine kleine digitale Waage für einigermassen präzises Abwiegen von vielen Zutaten in kleinster Dosierung geeignet. Diese Waage ist mit deutlichem LCD-Display und Tarafunktion ausgestattet und soll auf 0.001 g genau bis 50 g wägen (realistischerweise allerdings erst nach Zugabe eines definierten Grundgewichtes auf 2 Kommastellen ablesbar, 3. Kommastelle auf- oder abrunden).  Einsatzbereich: Abwägen von z.B. Kleinst-mengen an Zusatzsalzen in vielen Nährrezepten für Hefen oder Bakterien.

  • gital Scale AMIR Taschenwaage, 50 x 0.001 g, Amazon: Info.

 
 
 
 
 

14  Messzubehör                                     Volt, Ampère

 

Elektrizität: Bei vielen Messinstrumenten braucht es Energiespender - Batterien, die manchmal lange Zeit im Einsatz sind und plötzlich bei der entscheidenden Messung schlapp machen. Aber auch Steckdosen und elektrische Geräte brauchen manchmal eine Überprüfung. Daher sind empfehlenswert

 

  • Batterietester (z.B. Conrad, Info)

  • Multimeter (z.B. Conrad, Info)

 

Im digitalen app-Zeitalter sind auch "Messinstrumente" als apps erhältlich, so z.B. um die Bierfarbe als Farbintensität auf der SRM-Skala (EBC = European Brewery Convention) zu messen:

 

  • Tablet mit "Beer Judge"-app: Bestimmung der Bierfarbe (in US-Einheiten SRM), Geschmacksrad (Flavor Wheel).

 
15  BeerGun "Bierabfüllpistole"         Flaschen-Abfüllsystem
      (Blichmann Engineering)

Das Abfüllen des Jungbiers aus der Primärgärung kann eine zeitraubende und mühsame Angelegenheit sein. Die Blichmann-BeerGun ist ein  raffinierter Flaschenabfüller, der sich mit einer Hand bedienen lässt. Er ermöglicht das Abfüllen von Bier in beliebige Flaschen ohne Oxidation dank der Vorfüllung mit CO2. Aufgrund der durchdachten Konstruktion ist sogar eine Abfüllung möglich, die sich mit Gegendruckfüllern messen kann und bei der so gut wie keine Schaumbildung entsteht. Auch der letzte Resten Sauerstoff im Flaschenhals wird zu guter Letzt noch mit Kohlenstoffdioxid ausgespült.

Diese Abfülllösung ist zwar nicht ganz kostengünstig, denn sie erfordert insgesamt folgende Elemente:

  • Blichmann BeerGun inkl. Zubehör wie Schläuche und KEG-Kupplungen (Info, Video, Manual)

  • CO2-Druckminderer mit 2 separaten Druckregulierungen für Keg und Abfüllpistole  (Info)

  • CO2-Druckflasche (CH:

  • 20L-Schlank-Keg mit CO2- und Bierzapfkupplung.

 

16  Alles für die Hefeanzucht  Hefewachstum/Stammhaltung

Die meisten der Heimbrauer werden wohl den gewünschten Hefestamm "fix-fertig" einkaufen, sei es als Trockenhefe oder als Flüssighefe. Der angefressene Profi-Heimbrauer hat den Ehrgeiz, Hefen einzukaufen und/oder zu isolieren und dann für die eigene Hefebank weiter zu züchten. Dazu braucht es allerdings gewisse Laborutensilien wie z.B.

  • Anzuchtgefässe (Erlenmeyerkolben, Glasflaschen [Hefeflaschen])

  • Magnetrührer 

  • Bunsenbrenner (Campinggasbrenner)

  • mikrobiologisches Kleinartikel (Impfösen, Petrischalen, Drigalskispatel, Agar-Agar, Nährmedien, Kryoröhrchen mit Perlen u.a.) --> siehe "Braulabor Nr. 1 Grundausstattung des mikrobiologischen Braulabors

  • Brutschrank (Wärmeschrank) 

  • Lichtmikroskop

  • Fotometer für Trübungsmessungen/Zelldichten

  • Laborchemikalien wie z.B. diverse Salze, Hefenährzusätze.

Weitere Informationen und Arbeitstechniken sind auf der Seiten "Mikrobiologisches Braulabor I" und "Mikrobiologisches Braulabor II" zu finden.

17  AK LowCost-Fotometer FM11  Optische Dichte  Hefewachstum

Fotometer für Trübungsmessungen/Zelldichten von Hefen. (In Vorbereitung/ Erprobung)

 

 

 

Info:  Messprinzip     Gerät    .

 
 

18  Brew Jacket                         Steuerung Gärtemperatur

Die Kontrolle der Gärtemperatur während der gesamten Fermentation (Hauptgärung, Nachgärung) ist für die Qualität des Bieres und insbesondere zur Vermeidung von Aroma- und Geruchsfehlern von entscheidender Bedeutung. Für den Heimbrauer kam bislang fast nur ein alter Kühlschrank in Frage, um bei tieferen Temperaturen eine Lagerhefe-Gärung durchführen zu können. Mit dem BreweJacket aus den USA gibt es jetzt ein einfaches System zur Kühlung und Aufwärmung direkt im Gärbehälter, womit auch die durch den Gärprozess verursachte Wärmeabgabe (exothermer Prozess!) berücksichtigt wird. Der in 0.1 °C stufenlos regelbare Temperaturbereich kann zwischen ca. 1 - 35 °C gewählt werden.

BrewJacket basiert auf einer Festkörper-Kühlsystem (Info) > Solid State Heat Exchange. Der Gärbehälter wird in eine isolierende Packung eingehüllt und die gewünschte Temperatur kann eingestellt werden.

Mit dem Brewjacket ist es jetzt möglich, neben Ale-Bieren auch Lagerbiere problemlos zu brauen (Info).

19  GÄRSPUNDmobil Speidel               Kontrolle Gärverlauf 

Die Kontrolle des Gärvorganges ist ein ganz wesentlicher Schritt zur Optimierung des Endproduktes Bier. Die Firma Speidel offeriert nicht nur die Möglichkeit, den Brauprozess im Braumeister aus der Distanz zu überwachen (--> BRAUMEISTERmobil), auch beim Gärvorgang ist das möglich mit dem  GÄRSPUNDmobil, der die Gärtätigkeit über die Anzahl der Blops Ihres Gärspunds sowie die Temperatur misst und diese Daten per WLAN an ein benutzerspezifisches Kundenportal auf myspeidel.com sendet.

Wichtig: Der Gärbehälter muss ganz gasdicht sein, insbes. Deckel zum Gärfass und die Durchführung für das Temperaturfühlerkabel.

 

Über diese Gär- und Temperaturkurven kann die Gärung überwacht und analysiert werden: Gärverlauf, Geschwindigkeit, Temperaturkontrolle. Zudem: der voraussichtliche Abfüllungszeitpunkt lässt sich auf diese Weise besser voraussagen und planen. Durch die Daten können die Zusammenhänge zwischen Gär- und Temperaturverlauf und dem Geschmack der Biere herausgefunden und diese Verläufe dadurch optimiert werden.

  • Speidel GÄRSPUNDmobil Speidel Tank- und Behälterbau GmbH, 72131 Ofterdingen:  Info   Shop 

                                                      Manual      >   Manual for GÄRSPUNDmobil DE (pdf-Dokument)

 
 
 

20  TILT Floating Wireless      Stammwürzegehalt SG --> °P 

     Thermo-/Hydrometer       Extraktgehalt + Temperatur                                 

Dieses im Gärbehälter schwimmende drahtlose Hydrometer misst kontinuierlich SG-Werte (Spezifisches Gewicht --> Plato) sowie die Temperatur und überträgt sie ins Internet, von wo aus die Daten überall eingesehen werden können. Eine perfekte Überwachung des Gärverlaufs und ideal zur Bestimmung des optimalen Abfüllzeitpunktes nach der Hauptgärung für die nachfolgende Flaschengärung. Kein mühsames und ungenaues Bestimmen mehr der Dichte mit Bierspindeln, verbunden mit jeweils grossem "Verlust" an Bierwürze und dem Risiko einer mikrobiellen Kontamination. Zur Messung wird eine App auf einem iPhone/ iPad  oder Android-Gerät benötigt:  App Store    Google Play

21  Mikroskope, Kamera  Hefezellen: Struktur, Stammreinheit,

                                Viabilität, Zellzahlen 

Mikroskope eröffnen den direkten Zugang zu den relativ grossen Mikroorganismen, den Hefen sowie den Kontaminanten von Hefekulturen, meistens Bakterien (siehe "Mikrobiologisches Braulabor I" Bierschädlinge).

Neben der optischen Kontrolle der Hefezellen sowie möglicher Kontamination durch andere Mikroorganismen sind Mikroskope auch unentbehrlich zur Bestimmung der Zellzahlen oder der Viabilität der Hefezellen (vgl. Braulabor 1-5   - diverse Anleitungen hier).

  • Kyowa Unilux-11, Kyowa, Tokyo: 40 - 1000 x, Trinokular (Binokular + Tubus für Kamera), Phasenkontrast.

  • Visicam TC 10, VWR Schweiz: Diese Tablet verfügt über eine integrierte Kamera für trinokulare Mikroskope mit C-Mount-Adapter. Die Imaging-Software (TCS Pro500 - VSM 3.6) ermöglicht die Live-Anzeige, Bildaufnahme, Videoaufzeichnung und den Export der Daten in einem Excel- oder PDF-Format. Info     Softwaremanual    Manual

 
 

22  Oculyze Hefeanalysemikroskop           Hefezellzählung

                                                      Hefeviabilität 

Das Oculyze Mikroskop besteht aus einem abnehmbaren optischen

Modul (~400x), einem Smartphone und einer Android-Applikation

(Hefe-Management-App Better Brewing) mit integrierter Verbindung

zu einem Oculyze-Server, auf dem die Bilderkennung erfolgt. Die

Bilderkennungssoftware führt unmittelbar nach der Messung eine

automatische Zellkonzentrations- und Viabilitätsanalyse (mittels

Anfärbung durch Methylenblau oder Methylenviolett) durch und

ermöglicht somit Rückschlüsse über den Zustand der Hefeprobe.

Neu: Berechnung der idealen Anstellzellzahl (Hefegabe, pitch rate),

basierend auf der Konzentrations- und Viabilitätsmessung.

(Info Oculyze).                                                                                                                               
                                                                                    

Oculyze Hefeanalysemikroskop BB1.0 (Ansicht von unten, mit Smartphone links; Baujahr 2017) 

BB 2.0 ist bereits die 2. Mikroskop-Generation (2018/19).

Oculyze BB2.0_2018.jpg

oben: BB 1.0 mit Smartphone

Unten: BB 2.0

 

23  ExStik DO600 Messgerät Gesamt-O2    Sauerstoffkonzentration

                                                     in Anstellwürze

                                                       

Die Messung des gelösten Sauerstoffes sowie der Sättigung und Temperatur

in Flüssigkeiten wie Anzuchtmedium für Hefen und ganz besonders wichtig

in der Anstellwürze vor dem Beimpfen mit Hefen ist mit diesem handlichenGerät

möglich.  Anzeige: 0 to 20.00 ppm, mg/L O2, %Sättigung  sowie die Temperatur.

Weitere Funktionen: Einfrieren der Daten, 25-Punktespeicher, Abschaltfunktion,

automatischer Temperaturausgleich.  Siehe "Physikalisch-chemisches Braulabor"

"10 - Bestimmung des Gelöstsauerstoffs" (hier)                                                                                                                                                                                                                  

  • EXTECH ExStik DO600 Messgerät für GesamtsauerstoffInfo   

       Bezug    Bedienungsanleitung   .

Sauerstoffsonde

für gelösten O2.

Sonde mit Ersatz-

membran und

Elektrolyt.

 
Multimessgerät_PCE.jpg

24  Multimessgerät PCE-PHD 1  (PCE Instruments) 

pH, Leitfähigkeit/TDS, Temperatur, Redoxpotenzial, O2 u.a.                                                     

                                                       

Das Messgerät PCE-PHD 1 ist ein Multitalent zur Überprüfung der Wasserqualität. Das tragbare Gerät dient zur Kontrolle der Wasserparameter Wassertemperatur, pH-Wert, Redox, Leitfähigkeit, Salzgehalt und Sauerstoff.

Für den Brauer interessant sind neben der Temperatur natürlich der pH-Wert, die Leitfähigkeit/TDS, aber auch Redox und Gelöstsauerstoff können interessant und aussagekräftig sein. Die Grundausstattung des Gerätes wird mit pH- und Leitfähigkeitssonde geliefert.  

Eine 3-Punkt-Kalibrierung sowie automatische Temperaturkompensation gewährleisten eine hohe Genauigkeit auch bei schwankenden Messtemperaturen.

Spezifikationen: pH 0-14.00, 0.01 pH, ± 0.02 pH/ LF 0-200 μS/cm, 0.1 μS, ± 2 % - 0.2 - 2 mS/cm, 20-200 mS/cm/ TDS 0-132 ppm, 0.1 ppm, ± 2% - 132-1320 ppm - 1320-13'200 ppm/ Temperatur 0-60 °C, 0.1 °C,  ± 0.8 °C/ Salzgehalt 0-12 % Salz, 0.01 %,  ± 0.5 %/ ORP (Oxidations-Reduktions-Potenzial) -1'999 - 1'999 mV/  DO 0-20 mg/L O2, 0.1 mg/L,  ± 0.4 mg/L                                                                                                                                                                      

 
Plaato_Gärspund.jpg

25  PLAATO Airlock (digitaler Gärspund)   Kontrolle Gärverlauf 

Die Kontrolle des Gärvorganges ist ein ganz wesentlicher Schritt zur Optimierung des Endproduktes Bier.

Dieser neuartige digitale Gärspund registriert die Gärungsaktivität als aufsteigende CO2-Blasenzahl (CO2-Gasstrom) im wassergefüllten Gärspund als [BPM] (= Blasen pro Minute) und die Umgebungs-Lufttemperatur [°C oder °F]. Daraus werden  die Gärparameter Specific Gravity (Relative Dichte SL20/20) und der Alkoholgehalt nach einem Gärmodell rechnerisch abgeschätzt. Daraus wiederum wird die Gärungsaktivität (Fermentation Activity) als Gärverlauf und Gärgeschwindigkeit ersichtlich, der Gärverlauf kann somit kontinuierlich überwacht werden. Zudem: der voraussichtliche Abfüllungszeitpunkt lässt sich auf diese Weise besser erkennen und planen. Positiv auch: sehr einfache Bedienung und aussagekräftige Resultate-Grafik. Alle gemessenen und rechnerisch abgeschätzten Informationen werden über WiFi an die PLAATO Smartphone-App gesendet und können so jederzeit und überall verfolgt werden.

                                                      

Linkcheck: 01.06.2019

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last update 14.11.2019